Fotowand
1946
Erstes Büro 1946 am Unterer Quai 7 in Biel. (Heute direkt neben dem Elfenaupark. Das Gebäude ist bis heute im Besitz der Familie Schiess) Herr Léon Klein gründete die L.Klein SA zwar zuerst an seinem Wohnsitz an der General-Dufour-Strasse 158, jedoch wenige Monate danach kaufte er mit seiner Frau das Haus am Unterer Quai, wo er im Parterre mit seinen ersten Angestellten arbeitete. Das Ehepaar wohnte gleichzeitig viele Jahre im ersten Stock.1946

1956-1
Das 10-jährige Jubiläum der Firma L.Klein SA. Frau und Herr Klein (sitzend in der Mitte) feierten im September 1956 das 10-jährige Bestehen der Firma mit den Mitarbeitern und weiteren Geschäftsleuten. Im selben Jahr trat auch bereits Rudolf Schiess ins Unternehmen und war anlässlich des Jubiläums auch mit seiner Frau anwesend (zweiter von rechts mit seiner Frau Paulette Schiess, dritte von rechts). Das Unternehmen baute kurz danach ihre erste Lagerhalle am Längfeldweg 110 in Biel. Diese wurde damals 4 Mal grösser gebaut, als eigentlich gebraucht. Er hatte deshalb mehrere Untermieter, wie zum Beispiel General Motors mit seinen Luxusautos.1956-1

1956-2
Rudolf Schiess, als „Ruedi“ bekannt, trat mit 24 Jahren ins Geschäft ein. Er übernahm 1973 das Unternehmen von Léon Klein, der kinderlos blieb. Ruedi war später der „Patron“ der Firma. Er kam aus einer Familie, welche bereits früh im 20. Jahrhundert Welthandel betrieben hat.1956-2

1962
Das Lagerbüro der Firma L.Klein SA. Zu Zweit, manchmal auch nur alleine arbeitete man im Lager, um die Edelstähle zu verpacken und bereit machen für die Abholung. Ausgeliefert wurde ins Zentrum der Uhrenstadt und in die nahe gelegenen Fabriken teilweise mit dem Pferdefuhrwerk.1962

1966
Ganz stolz zeigt sich Paulette Schiess mit ihren beiden Kindern Olivier und Catherine vor dem Gebäude am Unteren Quai 7. Daneben Frau und Herr Klein. Ein historisches Bild, wenn man bedenkt, dass der kleine Olivier später die Firma führte, die Léon Klein genau dort aufgebaut hat.1966

1970
Das Lagerhaus am Längfeldweg 110, damals ganz weit weg von der Stadt, zwischen Flugplatz und Eisenbahn gebaut, entwickelte sich zu einem aufsteigenden Geschäft. Damals brachten die Angestellten aus dem Büro am Unterer Quai einmal täglich die Bestellungen zum Lageristen Gérard Schürmann und dem Chauffeur Walther Muster. Mehrere Fahrzeuge umfasste das Unternehmen, mit denen man den Stahl in den Jura, nach Solothurn und bis ins Baselland-Gebiet brachte.1970

1975
Nach Geschäftsübernahme 1973 durch Ruedi Schiess wurde die Lagerhalle stetig weiter ausgebaut. In modernen Gestellen, damals noch horizontal gelagert, wurde der Stahl sorgfältig sortiert. Damals gab es nur Karteikarten, mit denen man den Stahl von Hand aus dem Lager buchte und somit das Journal pro Artikel führte. Zu dieser Zeit gab es im Lager nur eine Hand voll verschiedenen Edelstähle wie zum Beispiel der LABOR Pb, LAW 100 Pb und Automatenstahl wie SWP Super. Dazu waren jedoch auch die bleifreien Varianten im Trend, die Léon Klein unbedingt auch im Lager führen wollte.1975

1978
Das Bözingenfeld wurde langsam besser erschlossen. Der Flugplatz wurde zwar entfernt, jedoch erschloss man mit der neuen Autobahnbrücke eine wichtige Verbindung: den Berner Jura und damit eine wichtige Quelle für Uhrenindustrie.1978

1980
Olivier Schiess, der bereits während seinem Studium am Technikum Biel, in der Firma eine wichtige Aufgabe übernahm. Er war mit einer der ersten in der Region, der ein Computersystem in den Betrieb einführte. Seine Aufgabe war es die geführten Artikel von der Karteikarte im Computer zu erfassen und Lagerbestände aufzunehmen. Er führte ein Artikelnummersystem ein, welches bis heute benutzt wird. Das System war anfangs noch sehr einfach aufgebaut. Es war eine mühselige Aufgabe mit wenig Unterstützung von Aussen.1980

1981
Mit stetigem Ausbau der Anzahl Artikel, mussten die Untermieter weichen. Neue Stähle wie CHRONIFER Special D, CHRONIFER Supra, AISI 416 und CHRONIFER Labor M-13 wurden in verschiedenen Dimensionen eingekauft. Noch heute ist ein Grossteil des Lagers in denselben Hallen zu finden.1981

1986
Ruedi und sein Sohn Olivier arbeiteten jahrelang Seite an Seite. Für das zweitgeborene Kind und erster Sohn der Familie war es bereits früh klar, dass er bei seinem Vater seine Karriere machen wollte. Olivier lernte den Betrieb von allen Seiten kennen. Vom Stahl verpacken, ein- und auslagern, ausliefern bis zum Einkauf und Verkauf. Olivier war bereits als junger Mann sehr motiviert die Firma voranzutreiben. Er liess sich von Geschäftsreisen inspirieren und reiste oft mit seinem Vater zu den Stahlwerken in Deutschland und Frankreich. Später orientierte er sich mit seinen Kunden in Richtung Asien, um dort neue Märkte zu erschliessen.1986

1990
Die Lagerhallen füllten sich mit hochwertigem Stahl in Form von Stäben und Ringen. Jede Ecke wurde ausgenutzt, um das Halbfabrikat in grossen Mengen einzukaufen um dann in kleineren Mengen an die Decolletage-Betriebe weiterzuverkaufen. Die Infrastruktur wuchs und damit auch das Geschäft. Gewinne wurden direkt ins Lager investiert und die Hilfsmittel wurden stetig verbessert. Nun arbeiteten fix Vier Mitarbeiter im Lager, inklusive dem Chauffeur, der täglich mit dem Lastwagen die Kunden belieferte.1990

1992
Ruedi Schiess steuerte das Unternehmen mit seinen Mitarbeitern in neue Märkte. Das Unternehmen war in der Uhren- und Präzisionsindustrie bereits sehr gut verankert und belieferte neu auch die aufstrebende Medizinalindustrie im solothurnischen Gebiet. Die Beziehungen zu den Lieferwerken wurden stetig verfestigt und man steuerte gemeinsam in eine erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung.1992

1998
Die Belegschaft an einem Firmenausflug auf der Lüderenalp im Emmental. (Von links nach rechts) Ruedi Schiess (Geschäftsführer), Eveline Andres (Sekretärin und rechte Hand von Ruedi), Margrit von Känel-Andres (Büroangestellte, Schwester von Eveline und Partnerin von Markus Schneider), Ernst Stucki (Mechaniker und Alleskönner), Philippe Schiess (jüngster Sohn von Ruedi, der 1996 ins Unternehmen trat als Verkäufer), Markus Schneider (Polymechaniker, angestellt als Lagerist), Lizzi Zeller (Büroangestellte), Markus Stampfli (Polymechaniker, angestellt als Verkäufer und für Umarbeitungsaufgaben), Olivier Schiess (Ingenieur und Nachfolger von Ruedi), Gérard Schürmann (Chauffeur und Lagerist), Nicolas Kubli (Buchhalter) und Heinz Rahmen (Lagerist).1998

2002
Loïc Pahud anlässlich des Weihnachtsfest mit der nächsten Generation Schiess unterwegs (Céline und Cédric, Kinder von Olivier und Astrid Schiess, und Nick, erstgeborener von Philippe und Andrea Schiess). Damals als erster Lernender in der Logistik und heute Key Account Manager und Purchasing Specialist, als wichtige Stütze des Unternehmens.2002

2009
Gérard Schürmann „Monsieur Rouge“ erstmals mit dem neuen Lastwagen auf den Bieler Strassen unterwegs.2009

2012
Mit dem wachsenden Geschäft platze der Standort aus allen Nähten. Die Firma investierte die nächsten Jahre in den Ausbau der Lagerflächen. Um eine weitere Halle zu bauen, musste man kurzfristig ein Zelt zur Lagerung der Stähle stellen. Aus kurzfristig wurde langfristig: Da der Bau während den Arbeiten weiter vergrössert wurde, bliebt das Zelt mehrere Jahre stehen bis es dann 2015 mit der Fertigstellung der Holzhalle abgebaut werden konnte.2012

2023
Mit dem Eintritt 2019 von Céline Schiess ist nun auch die dritte Generation Schiess im Unternehmen vertreten. Sie startete als Sachbearbeiterin im Einkauf und Verkauf, um das Unternehmen kennenzulernen. Was sich damals von „Ich will nur Mal kurz die Luft schnappen und dann meine eigene Karriere machen“ entwickelte sich kurzerhand zu einer ganz anderen Position im Unternehmen: Verantwortliche für Finanzen und Personal. Mit einem kurzfristigen Entscheid ihres Vorgängers das Unternehmen zu verlassen, übernahm Céline 2021 ziemlich unvorbereitet diese Rolle. Mit der Hilfe der langjährigen Belegschaft, etablierte sie in kurzer Zeit neue Personalstrukturen und neue Arbeitsprozesse. Olivier und Philippe halten weiterhin die Positionen Einkaufs- und Verkaufsleiter inne.2023

2024
Die heutigen Lagerhallen sind dafür ausgelegt das Material möglichst platzsparend zu lagern. Nach weiteren Verstärkungen der Hallenkonstruktion, konnten anstatt 800 Tonnen nun 1500 Tonnen gelagert werden. Die Lagergestelle wurden von Kiener-Wittlin auf Mass angefertigt, um die Flächen besser auszunutzen. Sogar die Ecken der Gestelle wurden abgekantet, damit die Mitarbeitenden mit ihrem Rüstwagen besser durch die Gänge steuern können. Die Gestelle dienen zusätzlich der Konstruktion der darüberliegenden Bühnen.2024

2025
Der neue Bürotrakt, der 2016 erstmals geplant wurde, wurde 2025 offiziell endlich fertiggestellt. Das ehemalige Büro wurde aus der Lagerhalle rausgeschnitten und mit diesem ersetzt. Während den Bauarbeiten haben die Büroangestellten in Holzcontainern, während mehreren Jahren, gearbeitet.2025

2026
Die Belegschaft der L.Klein SA. Sie beschäftigt heute rund 23 Mitarbeitende, darunter 2 Lernende in der Logistik. Das Durchschnittsdienstalter beträgt 13 Jahre. Mit der neuen Geschäftsführung von Céline ist das Unternehmen immer professioneller aufgestellt und bereit die neuen Herausforderungen anzugehen. Von links nach rechts, obere Reihe: Jerry Kukulu, Samuele De Marco, Mike Lüthi, Tobias Bieri, Kevin Maleszewski, Yll Zahiti Mittlere Reihe: Marianne Sollberger, Michael Fluri, Olivier Schiess, Céline Schiess, Philippe Schiess, Valérie Bernhard, Mahnaz Mazloum, Markus Stampfli Untere Reihe: Melissa Sylmetaj-Stucki, Loïc Pahud, Fabien Tissot, Reto Wandfluh, Jacques Hostettmann, Dominique Wälti und zuguterletzt auch Hund Winston. Abwesend: Cyril Kilcher, Luis Aleixo und neu dazu gestossen Auszubildenden Vincenzo Di Francesco.2026
