1. Erstes Büro 1946 am Unteren Quai 7 in Biel. (Heute direkt neben dem Elfenaupark. Das Gebäude ist bis heute im Besitz der Familie Schiess.) Herr Léon Klein gründete die L.Klein SA zwar zuerst an seinem Wohnsitz an der General-Dufour-Strasse 158, jedoch wenige Monate danach kaufte er mit seiner Frau das Haus am Unteren Quai, wo er im Parterre mit seinen ersten Angestellten arbeitete. Das Ehepaar wohnte gleichzeitig viele Jahre im ersten Stock.

  2. Das 10-jährige Jubiläum der Firma L.Klein SA. Frau und Herr Klein (sitzend in der Mitte) feierten im September 1956 das 10-jährige Bestehen der Firma mit den Mitarbeitern und weiteren Geschäftsleuten. Im selben Jahr trat auch bereits Rudolf Schiess ins Unternehmen und war anlässlich des Jubiläums auch mit seiner Frau anwesend (zweiter von rechts mit seiner Frau Paulette Schiess, dritte von rechts). Das Unternehmen baute kurz danach ihre erste Lagerhalle am Längfeldweg 110 in Biel. Diese wurde damals 4 Mal grösser gebaut, als eigentlich gebraucht. Er hatte deshalb mehrere Untermieter, wie zum Beispiel General Motors mit seinen Luxusautos.

  3. Rudolf Schiess, als «Ruedi» bekannt, trat mit 24 Jahren ins Geschäft ein. Er übernahm 1973 das Unternehmen von Léon Klein, der kinderlos blieb. Ruedi war später der «Patron» der Firma. Er kam aus einer Familie, welche bereits früh im 20. Jahrhundert Welthandel betrieben hat.

  4. Das Lagerbüro der Firma L.Klein SA. Zu zweit, manchmal auch nur alleine arbeitete man im Lager, um die Edelstähle zu verpacken und für die Abholung bereitzumachen. Ausgeliefert wurde ins Zentrum der Uhrenstadt und in die nahe gelegenen Fabriken, teilweise mit dem Pferdefuhrwerk.

  5. Ganz stolz zeigt sich Paulette Schiess mit ihren beiden Kindern Olivier und Catherine vor dem Gebäude am Unteren Quai 7. Daneben Frau und Herr Klein. Ein historisches Bild, wenn man bedenkt, dass der kleine Olivier später die Firma führte, die Léon Klein genau dort aufgebaut hat.

  6. Das Lagerhaus am Längfeldweg 110, damals ganz weit weg von der Stadt, zwischen Flugplatz und Eisenbahn gebaut, entwickelte sich zu einem aufsteigenden Geschäft. Damals brachten die Angestellten aus dem Büro am Unteren Quai einmal täglich die Bestellungen zum Lageristen Gérard Schürmann und dem Chauffeur Walther Muster. Mehrere Fahrzeuge umfasste das Unternehmen, mit denen man den Stahl in den Jura, nach Solothurn und bis ins Baselland-Gebiet brachte.

  7. Nach der Geschäftsübernahme 1973 durch Ruedi Schiess wurde die Lagerhalle stetig weiter ausgebaut. In modernen Gestellen, damals noch horizontal gelagert, wurde der Stahl sorgfältig sortiert. Damals gab es nur Karteikarten, mit denen man den Stahl von Hand aus dem Lager buchte und somit das Journal pro Artikel führte. Zu dieser Zeit gab es im Lager nur eine Handvoll verschiedener Edelstähle wie zum Beispiel LABOR Pb, LAW 100 Pb und Automatenstahl wie SWP Super. Dazu waren jedoch auch die bleifreien Varianten im Trend, die Léon Klein unbedingt auch im Lager führen wollte.

  8. Das Bözingenfeld wurde langsam besser erschlossen. Der Flugplatz wurde zwar entfernt, jedoch erschloss man mit der neuen Autobahnbrücke eine wichtige Verbindung: den Berner Jura und damit eine wichtige Quelle für die Uhrenindustrie.

  9. Olivier Schiess übernahm bereits während seines Studiums am Technikum Biel eine wichtige Aufgabe in der Firma. Er war einer der Ersten in der Region, der ein Computersystem in den Betrieb einführte. Seine Aufgabe war es, die geführten Artikel von der Karteikarte im Computer zu erfassen und Lagerbestände aufzunehmen. Er führte ein Artikelnummernsystem ein, das bis heute benutzt wird. Das System war anfangs noch sehr einfach aufgebaut. Es war eine mühselige Aufgabe mit wenig Unterstützung von aussen.

  10. Mit dem stetigen Ausbau der Anzahl Artikel mussten die Untermieter weichen. Neue Stähle wie CHRONIFER Special D, CHRONIFER Supra, AISI 416 und CHRONIFER Labor M-13 wurden in verschiedenen Dimensionen eingekauft. Noch heute ist ein Grossteil des Lagers in denselben Hallen zu finden.

  11. Ruedi und sein Sohn Olivier arbeiteten jahrelang Seite an Seite. Für das zweitgeborene Kind und den ersten Sohn der Familie war es bereits früh klar, dass er bei seinem Vater Karriere machen wollte. Olivier lernte den Betrieb von allen Seiten kennen: vom Stahl verpacken, ein- und auslagern und ausliefern bis zum Einkauf und Verkauf. Olivier war bereits als junger Mann sehr motiviert, die Firma voranzutreiben. Er liess sich von Geschäftsreisen inspirieren und reiste oft mit seinem Vater zu den Stahlwerken in Deutschland und Frankreich. Später orientierte er sich mit seinen Kunden in Richtung Asien, um dort neue Märkte zu erschliessen.

  12. Die Lagerhallen füllten sich mit hochwertigem Stahl in Form von Stäben und Ringen. Jede Ecke wurde ausgenutzt, um das Halbfabrikat in grossen Mengen einzukaufen und dann in kleineren Mengen an die Décolletage-Betriebe weiterzuverkaufen. Die Infrastruktur wuchs und damit auch das Geschäft. Gewinne wurden direkt ins Lager investiert und die Hilfsmittel stetig verbessert. Nun arbeiteten fix vier Mitarbeiter im Lager, inklusive dem Chauffeur, der täglich mit dem Lastwagen die Kunden belieferte.

  13. Ruedi Schiess steuerte das Unternehmen mit seinen Mitarbeitern in neue Märkte. Das Unternehmen war in der Uhren- und Präzisionsindustrie bereits sehr gut verankert und belieferte neu auch die aufstrebende Medizinalindustrie im solothurnischen Gebiet. Die Beziehungen zu den Lieferwerken wurden stetig gefestigt und man steuerte gemeinsam in eine erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung.

  14. Die Belegschaft an einem Firmenausflug auf der Lüderenalp im Emmental. (Von links nach rechts) Ruedi Schiess (Geschäftsführer), Eveline Andres (Sekretärin und rechte Hand von Ruedi), Margrit von Känel-Andres (Büroangestellte, Schwester von Eveline und Partnerin von Markus Schneider), Ernst Stucki (Mechaniker und Alleskönner), Philippe Schiess (jüngster Sohn von Ruedi, der 1996 als Verkäufer ins Unternehmen trat), Markus Schneider (Polymechaniker, angestellt als Lagerist), Lizzi Zeller (Büroangestellte), Markus Stampfli (Polymechaniker, angestellt als Verkäufer und für Umarbeitungsaufgaben), Olivier Schiess (Ingenieur und Nachfolger von Ruedi), Gérard Schürmann (Chauffeur und Lagerist), Nicolas Kubli (Buchhalter) und Heinz Rahmen (Lagerist).

  15. Loïc Pahud anlässlich des Weihnachtsfests mit der nächsten Generation Schiess unterwegs (Céline und Cédric, Kinder von Olivier und Astrid Schiess, und Nick, Erstgeborener von Philippe und Andrea Schiess). Damals erster Lernender in der Logistik, heute Key Account Manager und Purchasing Specialist und eine wichtige Stütze des Unternehmens.

  16. Gérard Schürmann, «Monsieur Rouge», erstmals mit dem neuen Lastwagen auf den Bieler Strassen unterwegs.

  17. Mit dem wachsenden Geschäft platzte der Standort aus allen Nähten. Die Firma investierte die nächsten Jahre in den Ausbau der Lagerflächen. Um eine weitere Halle zu bauen, musste man kurzfristig ein Zelt zur Lagerung der Stähle stellen. Aus kurzfristig wurde langfristig: Da der Bau während der Arbeiten weiter vergrössert wurde, blieb das Zelt mehrere Jahre stehen, bis es 2015 mit der Fertigstellung der Holzhalle abgebaut werden konnte.

  18. Mit dem Eintritt von Céline Schiess 2019 ist nun auch die dritte Generation Schiess im Unternehmen vertreten. Sie startete als Sachbearbeiterin im Einkauf und Verkauf, um das Unternehmen kennenzulernen. Was sich damals von «Ich will nur mal kurz Luft schnappen und dann meine eigene Karriere machen» entwickelte, wurde kurzerhand zu einer ganz anderen Position im Unternehmen: Verantwortliche für Finanzen und Personal. Mit dem kurzfristigen Entscheid ihres Vorgängers, das Unternehmen zu verlassen, übernahm Céline 2021 ziemlich unvorbereitet diese Rolle. Mit der Hilfe der langjährigen Belegschaft etablierte sie in kurzer Zeit neue Personalstrukturen und Arbeitsprozesse. Olivier und Philippe halten weiterhin die Positionen Einkaufs- und Verkaufsleiter inne.

  19. Die heutigen Lagerhallen sind dafür ausgelegt, das Material möglichst platzsparend zu lagern. Nach weiteren Verstärkungen der Hallenkonstruktion können statt 800 Tonnen nun 1500 Tonnen gelagert werden. Die Lagergestelle wurden von Kiener-Wittlin auf Mass angefertigt, um die Flächen besser auszunutzen. Sogar die Ecken der Gestelle wurden abgekantet, damit die Mitarbeitenden mit ihrem Rüstwagen besser durch die Gänge steuern können. Die Gestelle dienen zusätzlich der Konstruktion der darüberliegenden Bühnen.

  20. Der neue Bürotrakt, der 2016 erstmals geplant wurde, wurde 2025 endlich offiziell fertiggestellt. Das ehemalige Büro wurde aus der Lagerhalle herausgeschnitten und durch diesen ersetzt. Während der Bauarbeiten arbeiteten die Büroangestellten mehrere Jahre in Holzcontainern.

  21. Die Belegschaft der L.Klein SA. Sie beschäftigt heute rund 23 Mitarbeitende, darunter 2 Lernende in der Logistik. Das durchschnittliche Dienstalter beträgt 13 Jahre. Mit der neuen Geschäftsführung von Céline ist das Unternehmen immer professioneller aufgestellt und bereit, die neuen Herausforderungen anzugehen. Von links nach rechts, obere Reihe: Jerry Kukulu, Samuele De Marco, Mike Lüthi, Tobias Bieri, Kevin Maleszewski, Yll Zahiti. Mittlere Reihe: Marianne Sollberger, Michael Fluri, Olivier Schiess, Céline Schiess, Philippe Schiess, Valérie Bernhard, Mahnaz Mazloum, Markus Stampfli. Untere Reihe: Melissa Sylmetaj-Stucki, Loïc Pahud, Fabien Tissot, Reto Wandfluh, Jacques Hostettmann, Dominique Wälti und zu guter Letzt Hund Winston. Abwesend: Cyril Kilcher, Luis Aleixo und der neu dazugestossene Lernende Vincenzo Di Francesco.

1946

Geschichte

Die L. KLEIN SA ist ein Unternehmen, welches sich auf die Lagerung und den Vertrieb von hochwertigen und präzisen Rohstoffen spezialisiert hat. Mitarbeiter beschreiben die L. KLEIN SA als ein menschliches Abenteuer, bei dem jeder seinen eigenen Stein ins Rollen bringen kann.

1946

Im Jahr 1946 gründete Léon Klein in Biel die L. KLEIN SA. Die Haupttätigkeit bestand in der Lieferung von Rundstahl an Drehteilunternehmen und Uhrenmanufakturen.

Durch die Begegnung mit den Akteuren der Drehteilindustrie und die aufmerksame Beobachtung der Marktentwicklung leitete Léon Klein eine Politik der Diversifizierung seiner Dienstleistungen ein und investierte in die Erweiterung der Lagermöglichkeiten. Die Unterstützung seiner rechten Hand, Rudolf Schiess, spielte hierbei eine bedeutende Rolle. So gerüstet ist das Unternehmen in der Lage, die besten Lösungen für die Projekte seiner Kunden anzubieten und somit deren Vertrauen zu gewinnen.

Die grossen Werte Familiengeist, Qualität und Vertrauen, die Léon Klein weitergegeben hat, haben die Zeiten überdauert und es dem Unternehmen ermöglicht, sich über die Schweizer Grenzen hinaus zu entwickeln und Kunden aus der Automobil-, der Elektronik-, der Zahnmedizin- und der Uhrenindustrie zu gewinnen.

1998

Die Firma L. KLEIN SA ist seit 1998 nach ISO 9001 zertifiziert. Sie hat sich einer ständigen Innovationsdynamik verschrieben und stellt täglich die Umsetzung einer Qualitätspolitik sicher. Das von der Familie Schiess geführte Unternehmen ermutigt seine Mitarbeiter, Vorschläge für zuverlässige und dauerhafte Lösungen zu unterbreiten.

Das Familienunternehmen und ihre 18 Mitarbeiter legen grossen Wert auf die Einhaltung ihrer Verpflichtungen. Sei es in Bezug auf Sicherheit, Qualität, Fristen oder den Einsatz geeigneter Methoden und Werkzeuge. Sie haben es verstanden, dauerhafte Beziehungen zu ihren Kunden und Lieferanten aufzubauen und diese zu pflegen.

Mit über 70 Jahren Erfahrung ist die L. KLEIN SA stolz darauf, ihre Kunden dank ihrer Fähigkeit zuzuhören, ihrer Seriosität und ihrem Fachwissen bestmöglich zufriedenzustellen.

1946

L. KLEIN SA  wurde im September 1946 von Léon Klein in Biel gegründet. Erstes Geschäftsdomizil war das Haus am Unteren Quai 7. Die Tätigkeit beschränkte sich auf das Beliefern von Rundstählen an Decolletage-Betriebe und Uhrenmanufakturen.

1956

1956 trat Rudolf Schiess als kaufmännischer Angestellter in die Firma ein. Die Firma entwickelte sich zu einem überregional bekannten Zulieferer der Drehautomatenindustrie.

Im gleichen Jahr zog die L. KLEIN SA in den Neubau am Längfeldweg 110 im Bözingenmoos. Das Gebiet entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zur wichtigen Industriezone Biels. Das Untergeschoss wurde damals der General Motors, Autofabrik in Biel, vermietet.

1973

1973 konnte Rudolf Schiess die Firma von Léon Klein übernehmen. Der Name L. KLEIN SA war schon so bekannt, dass der Firmenname nicht geändert wurde.

1984

Mit dem Eintritt des Sohnes, Olivier Schiess im Jahre 1984 entwickelte sich L. KLEIN SA von einem regionalen und schweizerischen, in ein international tätiges Unternehmen. Verschiedene freie Vertretungen im Ausland verstärken diese Aktivitäten.

1996

1996 stiess der zweite Sohn, Philippe Schiess zur Firma. Diese nahm alsdann rasch und stetig an Volumen zu. Heute beschäftigt L. KLEIN SA 18 Personen, was rund 16 100%-Stellen entspricht. Laufend wurden auch Gebäulichkeiten und vor allem Lagerflächen an- und ausgebaut.

1998

Seit 1998 ist L. KLEIN SA nach ISO 9001 zertifiziert.

2000

Die Schiess Holding AG, zu welcher die Firma L. KLEIN SA gehört, wurde im Jahre 2000 gegründet. Die Holding ist im Besitz von Olivier und Philippe Schiess.

2019

Seit sie die Ausbildung als Kaufmännische Angestellte abgeschlossen hat, ergäntzt Céline Schiess, die Tochter von Olivier Schiess, das Team als Personal- und Finanzverantwortliche.